Schülerinnen und Schüler der EvB lesen „Die Geschichte von Bodri“
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus fanden an der
Emil-von-Behring-Schule mehrere Veranstaltungen und Projekte statt.
Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und 10 besuchten die
Ausstellung „Frauen im KZ Ravensbrück“, die zurzeit in der
Schulmediathek präsentiert wird. Begleitet wurde die Ausstellung von
zwei Vorträgen, die Michelle Damm, eine der Mitautorinnen der Ausstelung,
für die Schülerinnen und Schüler in der Mediathek der Schule hielt.
Für die jüngeren Jahrgänge 5 bis 7 fand eine Lesung des Kinderbuchs
„Die Geschichte von Bodri“ von Hédi Fried statt. In diesem Buch
verarbeitet die Autorin ihre Kindheitserinnerungen an die Verfolgung
und Vertreibung während der NS-Zeit in kindgerechter Form. Mit ihrem
Buch möchte sie einen Beitrag gegen das Vergessen leisten.
Hédi Fried beschreibt, dass ihre eigenen Erinnerungen mit der Zeit
verblassen würden. Gleichzeitig befürchtet sie, dass auch im
allgemeinen Bewusstsein die Schrecken des Nationalsozialismus in
Vergessenheit geraten könnten und populistischen Versprechungen wieder
leichtfertig geglaubt und gefolgt wird. Dieses Vergessen könnte im
schlimmsten Fall dazu führen, dass sich die Fehler der Vergangenheit
wiederholen.
Die Lesung selbst wurde von drei Schülerinnen und Schülern der 10.
Klassen übernommen, unterstützt vom Sieger des letzten
Vorlesewettbewerbs aus dem 6. Jahrgang.
Veranstaltet wurde die Lesung an der EvB gemeinsam mit dem
Deutsch-Schwedischen Freundschaftsverein Marburg e.V. sowie der
Initiative „Omas gegen Rechts“ aus Marburg. Schnell kam der Dialog
zwischen Jung und Alt in Gang, und es entwickelte sich ein reger
Austausch zwischen den Generationen, der für beide Seiten eine
bereichernde Erfahrung darstellte.
M. Brauer



















































